Nosodentherapie
Beschreibung
Bei der Nosodentherapie handelt es sich um eine gezielte Reiz und Regulationstherapie im Sinne einer natürlichen Ganzheitstherapie. Die körpereigenen Selbstregulierungskräfte zur Heilung bzw. Linderung von akuten und chronischen Erkrankungen können angeregt und gestärkt werden. Der Begriff geht auf den deutsch-amerikanischen Arzt und Homöopathen Constatin Hering zurück. Hering gilt als erster Homöopath, der die arzneiliche Verwendung potenzierter Krankheitsprodukte und Organpräparate einführte (1832). Nosoden sind homöopathische Arzneimittel, welche aus der genetischen und somatischen Information einer Krankheit gewonnen werden. Als Ausgangssubstanz dienen Krankheitserreger, krankes Körpergewebe, pathologische veränderte Organe oder deren Ausscheidungsprodukte, Toxine. Es existieren somit bakterielle und virale Nosoden, Kombinationspräparate, Zubereitungen aus krankhaft veränderten Organen, Organteilen, Geweben oder Körperflüssigkeiten sowie Autonosoden, welche individuell aus den Körperflüssigkeiten eines/r Patienten/-in hergestellt werden. Die Ausgangsstoffe von Nosoden werden sterilisiert, sodass die Krankheitserreger vor der homöopathischen Aufbereitung abgetötet werden und somit keine Ansteckungsgefahr mehr besteht. Die Nosode stellt nach homöopathischem Verständnis eine Art „Abbild“ des ursprünglichen Erregers dar, sodass der Körper seine Abwehrkräfte gezielt gegen diese Erreger ausrichten kann. Die Wahl einer passenden Nosode basiert auf den Vorerkrankungen oder dem Krankheitsverlauf der Patient:innen. Vor allem bei chronischen, chronisch-entzündlichen Krankheiten, Infektionserkrankungen oder Allergien kann die Nosodentherapie zum Einsatz kommen, um das körpereigene Immunsystem zu stärken. Auch als Stimulations- bzw. Reaktionsmittel können Nosoden zur Förderung des Heilungsprozesses bei den jeweiligen Erkrankungen verwendet werden.